Rund 7’600 Schweizer Söldner kämpften zwischen 1814 und 1914 für die niederländische Kolonialarmee (KNIL) in Südostasien. Die KNIL rekrutierte bis zu 40% ihrer europäischen Soldaten ausserhalb der Niederlande. Gemessen an ihrer damaligen Bevölkerungsgrösse stellte die Schweiz zeitweise die meisten ‚ausländischen‘ europäischen Soldaten in der KNIL. Die Geschichte dieser Schweizer ‚Tools of Empire‘ ist bis anhin weitgehend unerforscht. Als Akteure einer geteilten Geschichte rückt dieses Projekt die Söldner nun in den Mittelpunkt und ergründet die Fragen, inwiefern sie geholfen haben, das niederländische Kolonialreich aufzubauen und wie ihre imperiale Biographien die Schweiz des 19. Jahrhunderts prägten.

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